Frauen stärken in der Kirche von Nigeria

Die Kirche der Geschwister in Nigeria ist in den letzten Jahren durch den Terror der islamistischen Organisation Boko Haram heimgesucht worden. Mehr als 10.000 Menschen sind der Gewalt der Terrororganisation zum Opfer gefallen und rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen vertrieben worden. Die Not der Menschen ist immer noch sehr groß. Insbesondere Frauen und Kinder sind besonders betroffen. Die Kirche unterstützt daher die Hauptleidtragenden besonders. Die Frauenarbeit nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Die Frauengruppen der nigerianischen Kirche nehmen sich besonders der Witwen und Waisen an. Sie lindern die aktuelle Not der Betroffenen und eröffnen ihnen Perspektiven für die Zukunft. Dazu haben sie folgende Maßnahmen ergriffen: Die Frauengruppen kümmern sich um die Betreuung der Waisenkinder, versorgen sie mit Nahrungsmitteln, Unterkunft und Kleidern. Darüber hinaus stellen sie sicher, dass die Kinder Schulen besuchen können und ihnen Schulgeld und Schulmaterialien bezahlt werden. Den Witwen geben die Frauengruppen fürsorgende Gemeinschaft und Halt. Sie erhalten ebenfalls, wo nötig, Nahrungsmittel, Unterkunft und Kleider. In den Frauenschulungszentren erlernen sie handwerkliche Fähigkeiten, z.B. Schneidern, Stricken, Backen, Zubereitung von Essen für den Straßenverkauf. Die Frauen bekommen kostenlos die Materialien für ihre handwerklichen Aktivitäten zur Verfügung gestellt und können verschiedene Kurse besuchen, in denen ihr Selbstbewusstsein geschult wird. Den Frauen wird so die Möglichkeit eröffnet, sich zukünftig selbst zu versorgen und so das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Die Landeskirche erhebt einen Opferbeitrag von rund 75 cent pro Gemeindeglied. Aus Kirchensteuermitteln wird der Betrag verdoppelt und kommt dem Projekt zugute. Das sind für unsere Gesamtkirchengemeinde etwas mehr als 3.000,-€.